Vorwärmen mit Tiefeninduktion

Zugegebenermaßen: Dieses grundlegende Thema hatten wir hier ewig nicht mehr gezeigt!

Unser größtes Problem, so klar muss man das sagen, sind diejenigen, die "Induktion" schon kennen. Denn normalerweise ist es die immer gleiche Pest-oder-Cholera-Situation: Entweder man hat Erzeugungswirktiefe wegen niedriger Frequenzen im Bereich 2kHz und niedriger - das geht aber einher mit schlechter Feldkonzentration und damit großem elektromagnetischem Gefahrenbereich (im Sinne der DGUV Vorschrift 15). Oder aber man hat Induktionstechnik, die mit höheren Frequenzen arbeitet und deren Gefahrenbereich klein ist - aber die haben keine wirkliche Erzeugungswirktiefe! Das wiederum geht normalerweise einher mit "davonlaufenden Oberflächentemperaturen". Oder wie der Ahnungslose es formuliert: "Das leuchtet ja viel schöner, das muss viel stärker sein!". Tja, und dann gibt es Tiefeninduktion. Normalerweise daran zu erkennen, dass man viel Leistung ins Material bekommt, ohne dass es an der Oberfläche zu große Übertemperaturen gibt. Hier in der Anwendung ist ein 60mm-Induktor an einem V4 mit Kondensatorumschaltung gezeigt. Durchwärmen auf 120°C in kürzester Zeit. Und an der Oberfläche? Nun, an den Umkehrpunkten sieht man leichte Anlauffarben, sonst nichts. Wenn man die auch noch vermeiden wollte, dann nimmt man die Leistung etwas herunter, es dauert dann geringfügig länger. Das Video zur Anwendung gibt es hier.